Die Zeichnung von Sam entsteht – Tipps zum realistischen Zeichnen

Ich hab heut mal ein paar Bilder für euch. Ihr dürft die Entstehung der Zeichnung von Sam mitverfolgen.

Die Augen werden als erstes gezeichnet

Das ist Sam. Sam ist ein schwarzer Labrador und ich durfte den hübschen Kerl zeichnen. Bei einer Zeichnung fange ich in der Regel mit den Augen an. Das ist das für mich das wichtigste bei einer Zeichnung. Die Augen müssen lebendig sein, nur dann wird die Zeichnung gut. Außerdem sind die Pupillen ein guter Anhaltspunkt für Kontraste. Die Pupillen sind immer schwarz, dh sie sind immer der dunkelste Punkt in einem Bild. Wenn man nun einen schwarzen Hund zeichnet, muss man sehr auf die Kontraste achten, weil schwarz ist nicht gleich schwarz. Es gibt viele, viele Farben, die sich im Fell eines schwarzen Hundes spiegeln. Und diese „Farben“ muss man auch bei Bleistiftzeichnungen wiedergeben. Das geht natürlich nur über Kontraste, verschiedene Graustufen. Hier kann man sich gut an den Augen orientieren. Die dunkelsten Stellen im Fell sind genauso dunkel wie die Pupillen.

Schattierungen

Auf dem zweiten Bild kann man gut erkennen, dass ich zuerst schattiere. Das Stück über der Nase zwischen den Augen ist erstmal mit einem helleren Grau vorschattiert, dabei achte ich auch schon drauf, dass ich immer in Richtung des Fellwuchses zeichne und nicht kreuz und quer. Auf diese Schicht aus hellem Grau werden dann einzelne Haare gezeichnet, bzw ausradiert. Und das passiert in mehreren Schichten. Dazwischen wir immer wieder leicht verwischt. Das gibt dem ganzen mehr Tiefe, als wenn man nur mit einer Schicht arbeitet.

Die fertige Zeichnung von Sam

Und hier seht ihr das fertige Bild. Wenn ich das komplette Fell gezeichnet habe, überarbeite ich nochmal die Kontraste. Manche Stellen sind dann zB noch zu hell, dort werden dann noch dunklere Haare eingezeichnet, an anderen Stellen muss ich ein wenig aufhellen. Das geht ganz gut mit einem Knetradierer. Damit kann man die obersten Schichten sozusagen „abtupfen“. Der Vorteil am Knetradierer ist, dass er das Papier nicht beschädigt und man über die Stellen wieder drüber zeichnen kann.

Ja und ganz zum Schluss werden dann die Barthaare oder andere ganz helle Stellen ausradiert. Dazu benutze ich bei Bleistiftzeichnungen einen Stiftradierer, bei Farbstiftzeichnungen kann man das auch sehr gut mit einem Skalpell machen, da lassen sich die Farbschichten einfach „abkratzen“.

In den nächsten Tagen zeige ich euch dann nochmal eine Zeichnung, dann gehts vorallem um Hintergrund und Schärfe und Unschärfe in einer Zeichnung.