Mein neuestes Projekt

Mein neuestes „Projekt“: Holzringe (oder Bentwood-Ringe) aus Nussbaumholz mit eingearbeiteten Tierhaaren bzw Tierasche.

Die Ringe sind (bis auf das Inlay) komplett handgefertigt verschiedene Ringbreiten (4 mm bis 8 mm) sind möglich und man kann sie komplett aus Holz oder mit Edelstahl-Inlay bestellen.


Die Ringe sind durch einen speziellen Klebstoff sowie einer Schicht Epoxidharz versiegelt, dadurch sind sie fast unkaputtbar und halten auch mal ein bisschen Wasser aus.
Preislich liegen die Holzringe bei 75 Euro, die Ringe mit Edelstahl-Inlay bei 95 Euro.


Ich hab im Moment noch ein bisschen mit den Fotos zu kämpfen, die gelingen mir noch nicht so wie ich das möchte, deshalb stehen die Ringe momentan noch nicht in den Shops. Wer Interesse hat, kann aber jetzt gerne schon per E-Mail anfragen/bestellen (wichtig: Ringgröße angeben!).
Weitere Ringe bzw Fotos kommen im Lauf der nächsten Woche dann dazu.

Die Zeichnung von Sam entsteht – Tipps zum realistischen Zeichnen

Ich hab heut mal ein paar Bilder für euch. Ihr dürft die Entstehung der Zeichnung von Sam mitverfolgen.

Die Augen werden als erstes gezeichnet

Das ist Sam. Sam ist ein schwarzer Labrador und ich durfte den hübschen Kerl zeichnen. Bei einer Zeichnung fange ich in der Regel mit den Augen an. Das ist das für mich das wichtigste bei einer Zeichnung. Die Augen müssen lebendig sein, nur dann wird die Zeichnung gut. Außerdem sind die Pupillen ein guter Anhaltspunkt für Kontraste. Die Pupillen sind immer schwarz, dh sie sind immer der dunkelste Punkt in einem Bild. Wenn man nun einen schwarzen Hund zeichnet, muss man sehr auf die Kontraste achten, weil schwarz ist nicht gleich schwarz. Es gibt viele, viele Farben, die sich im Fell eines schwarzen Hundes spiegeln. Und diese „Farben“ muss man auch bei Bleistiftzeichnungen wiedergeben. Das geht natürlich nur über Kontraste, verschiedene Graustufen. Hier kann man sich gut an den Augen orientieren. Die dunkelsten Stellen im Fell sind genauso dunkel wie die Pupillen.

Schattierungen

Auf dem zweiten Bild kann man gut erkennen, dass ich zuerst schattiere. Das Stück über der Nase zwischen den Augen ist erstmal mit einem helleren Grau vorschattiert, dabei achte ich auch schon drauf, dass ich immer in Richtung des Fellwuchses zeichne und nicht kreuz und quer. Auf diese Schicht aus hellem Grau werden dann einzelne Haare gezeichnet, bzw ausradiert. Und das passiert in mehreren Schichten. Dazwischen wir immer wieder leicht verwischt. Das gibt dem ganzen mehr Tiefe, als wenn man nur mit einer Schicht arbeitet.

Die fertige Zeichnung von Sam

Und hier seht ihr das fertige Bild. Wenn ich das komplette Fell gezeichnet habe, überarbeite ich nochmal die Kontraste. Manche Stellen sind dann zB noch zu hell, dort werden dann noch dunklere Haare eingezeichnet, an anderen Stellen muss ich ein wenig aufhellen. Das geht ganz gut mit einem Knetradierer. Damit kann man die obersten Schichten sozusagen „abtupfen“. Der Vorteil am Knetradierer ist, dass er das Papier nicht beschädigt und man über die Stellen wieder drüber zeichnen kann.

Ja und ganz zum Schluss werden dann die Barthaare oder andere ganz helle Stellen ausradiert. Dazu benutze ich bei Bleistiftzeichnungen einen Stiftradierer, bei Farbstiftzeichnungen kann man das auch sehr gut mit einem Skalpell machen, da lassen sich die Farbschichten einfach „abkratzen“.

In den nächsten Tagen zeige ich euch dann nochmal eine Zeichnung, dann gehts vorallem um Hintergrund und Schärfe und Unschärfe in einer Zeichnung.

Seppi, der Held auf vier Pfoten…

Heute haben wir ein Abenteuer erlebt und Seppi war der Held!

Wir haben (besser gesagt Seppi hat) im Wald ein verletztes Kätzchen gefunden. Es lag im Gebüsch und Seppi hat es erschnüffelt. Er ist dann ganz aufgeregt zwischen mir und dem Busch hin und her gelaufen, bis ich mitgekommen bin zum schauen.
Wir sind dann mit dem Kätzchen in die Tierklinik gefahren, es konnte nicht aufstehen, aber noch ganz ordentlich meckern.
Zum Glück war es gechipt und registriert, somit konnte der Besitzer verständigt werden. So wie es aussieht wird es auch durchkommen. Aber wenn Seppi nicht gewesen wäre, hätte es wohl keine große Chance gehabt, es war schon sehr unterkühlt und lag wirklich im Gebüsch, man hätte es beim vorbei laufen nicht gesehen.
Seppi, du bist eben doch der weltbeste Hund!
Als Belohnung hat er dafür mein Abendessen bekommen. Ein Stück Hähnchenbrust, was grade aufgetaut war.

Seppi, der weltbeste Hund!

Wir sehen uns im Regenbogenland…

Am 27.02.2020 musste Kater Blacky leider seine Reise über die Regenbogenbrücke antreten. Er hatte eine heftige Anämie, die sich rasant entwickelte und er hatte keine Kraft mehr. Hoffentlich gehts dir jetzt gut im Regenbogenland und du findest dort jemanden zum Bauchkraulen.

Ich vermisse ihn ganz fürchterlich, es ist so still ohne ihn. Ich war oft genervt, wenn ich arbeiten wollte und er mir auf den Schreibtisch gesprungen ist. Oder wenn er nachts um drei den Kratzbaum hochgejagt ist. Oder wenn er laut miauend den ganzen Vormittag um mich rumgeschlichen ist. Was würd ich jetzt dafür geben, wenn er auf den Schreibtisch hüpfen würde, wenn er nachts den Kratzbaum hochklettert, wenn er laut miauend durch die Wohnung laufen würde,…

Whity, sein Bruder, sucht ihn immer noch. Wenn er reinkommt, schaut er als erstes unters Bett, schnüffelt die Bettdecke ab, hüpft auf den Küchenschrank und schaut unter den Wäscheständer. Das waren Blackys Lieblingsschlafplätze.

Die Entscheidung ihn gehen zu lassen war aber die richtige. Er sollte sich nicht quälen und vorallem sollte er nicht ersticken müssen.

Machs gut mein Bärchen. Wir sehen uns im Regenbogenland. Irgendwann.

Ein typischer Montag…

…oder „Tierhaaranhänger – Making of“

Montags stehen bei mir immer die Tierhaaranhänger auf dem Programm. Wenn ich anfangs der Woche alle Anhänger giesse, kann ich das Schleifen und Polieren auf die restlichen Wochentage aufteilen.

Sobald ich also meinen Kaffee hab, gehts los. Meistens so gegen 9 Uhr.

Zuallererst verschaffe ich mir einen Überblick, was in der kommenden Woche abgearbeitet werden muss. Manche Bestellungen liegen schon länger, weil ich oft erst spät die Haare dazu bekomme oder weil mir noch Angaben fehlen, die Kunden sich aber nicht gleich melden. In dieser Woche hab ich, bis auf eine Bestellung, alles zusammen.

Ich notiere mir die Daten (aus welchen Tierhaaren soll was gemacht werden) auf Karteikarten, diese werden dann zusammen mit den Haaren und später dem Schmuckstück in Zipper-Beutel gepackt, damit ich nichts verwechsle.

Dann schreibe ich eine Liste, welche Tierhaare in welcher Form sind und sortiere mir die Formen, die ich heute zum Gießen benötige. Außerdem muss ich mir noch zwei Formen für die Holz-Harz-Anhänger aus Acetatfolie selbst herstellen. Namen, die mit eingearbeitet werden sollen, platziere ich in Photoshop in der entsprechenden Größe und drucke das ganze dann auf eine Spezialfolie. Hierbei muss ich immer drauf achten, dass spiegelverkehrt gedruckt wird, da die Folie einseitig beschichtet ist. Damit ist dann die Vorbereitung abgeschlossen.

Als nächstes werden die Namen ausgeschnitten und in die Formen gelegt. Hier muss ich auch wieder drauf achten, dass die Namen (nur) zum Teil spiegelverkehrt eingelegt werden müssen. Das betrifft die Herz- und die Tropfenformen, da die Oberseite dieser Anhänger beim Gießen die unterste Schicht ist. Diese unterste Schicht hab ich schon vor 2 Tagen gegossen, da diese ausgehärtet sein muss bevor Haare und Name eingearbeitet werden können.

Ja und dann kommt die eigentliche Tierhaar-Arbeit. Die Tierhaare werden geordnet, zurecht geschnitten und in die Formen eingelegt. Manchmal haben die Kunden spezielle Wünsche, auch das notiere ich mir vorab. Für das Einlegen der Tierhaare benötige ich, je nach Anzahl der Formen, zwischen einer und vier Stunden (ich gieße in 90% mehrere Anhänger, es kommt nur selten vor, dass ich einzelne Schmuckstücke gieße).

Wenn Haare und Namen in den Formen liegen, kann ich das Harz anmischen. Das 2-Komponenten-Epoxidharz muss mit einer Feinwaage grammgenau abgewogen werden. Wenn die 2 Komponenten, also Harz und Härter, dann abgewogen sind, müssen sie gründlich mehrere Minuten lang gemischt werden. Erst danach kann das Harz in die Formen gegossen werden. Das passiert tropfenweise, meistens verwende ich dazu Zahnstocher, da die kleinen Tröpfchen damit gut zu platzieren sind. Ist das Harz in den Formen, müssen die Haare und Namen nochmal mit Zahnstochern sortiert und ordentlich platziert werden und eventuelle Luftblasen entfernt werden.

Und danach gehts zum Aushärten. Mindestens 24 Stunden dauert es bis eine Schicht komplett durchgehärtet ist. Dh. frühestens nach 24 Stunden kann ich sehen, ob eine weitere Schicht nötig ist, was zu Schleifen ist, was eventuell komplett aussortiert werden muss. Wenn noch „Extras“ (Farbe, Glitter,…) gewünscht ist, muss in der Regel mindestens noch eine zusätzliche Schicht gegossen werden.

Was unbedingt noch anzumerken ist: bei der Verarbeitung von Resin gibt es gewisse Sicherheitsbestimmungen, die unbedingt einzuhalten sind. Darüber sollte man sich genauestens informieren, bevor man mit der Resinverarbeitung anfängt.

Ja, und wenn ich soweit fertig bin mit dem Gießen ist es 17 Uhr. Jetzt gehts ans Zeichnen 😉

To be continued….morgen, wenn die Anhänger aus den Formen kommen.

Hallo Welt!

Endlich ist es geschafft und es gibt einen neuen Shop (dorthin gelangt ihr, wenn ihr im Menü auf Shop klickt oder wenn ihr hier klickt) und natürlich auch einen zugehörigen Blog. Hier möchte ich euch in Zukunft ein bisschen auf dem Laufenden halten. Ich werde immer mal wieder erzählen, was ich gerade so auf dem Schreibtisch oder der Werkbank liegen habe.

In den letzten Wochen hat sich einiges getan. Ich habe ein Kinderbuch, „Brösel und Max – Weihnachten im Regenbogenland“ (von Andree Ludwig, erhältlich bei BOD, Amazon,…), illustrieren dürfen.

Außerdem konnte ich einige neue Tierhaarschmuckstücke anfertigen. Der „Bestseller“ ist und bleibt der Herzanhänger. Aber mittlerweile darf ich auch viele individuelle Schmuckstücke anfertigen.

In nächster Zeit wird es, wie immer in der Vorweihnachtszeit, etwas ruhiger auf meiner Facebook- und Instagramseite und sicherlich auch hier im Blog, da ich jetzt schon vermehrt Weihnachtsgeschenke anfertige. Die kann ich natürlich erst nach Weihnachten zeigen. Aber einige Aufträge sind noch offen, die nicht für Weihnachten sind, da kann ich euch in den nächsten Tagen ein bisschen was zeigen.